Inzwischen bin ich ja in der zweiten Woche in meinem neuen Wirkungskreis.
Abgesehen, dass das Arbeiten in einem 30-Mann-Laden voellig anders ist, als in einer Tausend-Mann-Software-Organisation, habe ich mich aber schon ganz gut eingelebt

.
Ich komme als Vollblut-Softie in eine Gruppe begnadeter Projekt-Manager, erfahrener Dokumenten-Artisten und Requirements-Dokumentierer und bekomme die (in den letzten zwei Jahren etwas zu kurz gekommene) Multikulti-Atmosphaere wieder. Manchmal an Stellen, wo man sie nicht erwartet (wenn ein Zulieferer im Rheinland ernsthaft die Integration verschieben will, weil sie mit dem Karneval kollidiert).
Die Spielzeuge, an deren Entstehung ich jetzt mitwirke, entstehen nach neuartigen Prozess-Konzepten wie dem
V-Modell (mit seinen Urspruengen in den
1980ern), die Entwicklung im Detail ist dagegen an manchen Stellen unerwartet
agil. Trotzdem kaempft man gegen die Fehlentscheidungen, die vor zwei Jahren getroffen wurden und weiss, dass man noch gut und gerne zwei bis drei Jahre damit zu tun haben wird.
Die Situation an der Toolchain-Front ist ungefaehr vergleichbar mit dem Zustand, den ich vor etwa zwei Jahren bei meinem Ex-Arbeitgeber vorgefunden habe. Dieses Mal sind allerdings sie jeweiligen Inseln ueber mehrere Firmen verteilt, das An-Einem-Strang-Ziehen der verschiedenen Parteien und die Transparenz untereinander wird also nur marginal einfacher gehen als in den letzten zwei Jahren wo sich alles innerhalb eines Konzerns abgespielt hat.
Ach ja: natuerlich geniesse ich den kurzen Arbeitsweg, solange es noch was Besonderes fuer mich ist und die Kantine ist wirklich so gut, wie sich viele Geruechte und Legenden im Ort erzaehlen.
Und: kommentieren bitte
hier und nicht auf Facebook!
Und... eine Kantine im 30-Mann Betrieb. Nich schlecht!