Skip to content

Der Hitze entfliehen.....Geburtstag in der Wüste

Hier im Silicon Valley war es so heiß, wie noch nie seitdem es Wetteraufzeichnungen gibt. Es war kaum auszuhalten und es gibt auch KEIN Hitzefrei für Schüler, aber der Amerikanische Tag der Arbeit "Laborday", fiel wunderbarerweise auf die heiße Zeit und wir packten kurzer Hand ein Paar Dinge zusammen und fuhren zum Abkühlen Richtung Wüste :-)
Bereits in den Tagen davor wurde man nicht nur per Handy und Facebook vor der großen Hitze und ihren Auswirkungen gewarnt:
und die Hitze kam dann auch:

Der Wetterbericht schien unsere Planung zu bestätigen, in der Wüstenstadt Las Vegas sollte es tatsächlich ein paar Grad kühler sein, als in San Francisco:


Wir fuhren Samstags sehr früh los, um den Feiertags-Stau zu umgehen. Sobald hier nur ansatzweise ein Tag frei ist, sind Alle unterwegs. Nachdem nur drei größere Straßen nach Süden aus dem Valley heraus führen, ist dann ab 9 Uhr alles komplett dicht.

Achja, der Göttergatte hatte heute Geburtstag und so feierten wir mit selbst gebackenem Russischem Zupfkuchen einfach im Auto. Der große Sohn und ich wechselten uns die lange Strecke ab, so dass das Geburtstagskind an seinen Ehrentag relaxen konnte.

Der San Luis Speichersee bei Gilroy hat sogar noch ein bisschen Wasser, ungewöhnlich für diese Jahreszeit:


Langsam wurde es wärmer.....


Die Strecke nach Las Vegas zieht sich....900km einfache Strecke würde man in Deutschland für drei Tage frei eigentlich nicht mit dem Auto zurück legen, in Amerika sieht man das nicht so eng.
Zur Abwechslung gibt es ein Paar Windräder zum anschauen:


Kurz vorm Ziel steigen die Temperaturen, wie wir sie aus dem Silicon Valley zur Zeit kennen, 44 Grad und dabei blieb es dann auch...vorerst ;-)


Lustigerweise, hatten wir genau vor fünf Jahren, als wir hier Urlaub machten, auch einen Regenschauer in der Mojave-Wüste.....ich glaub ja fast, dass es dort an dieser Stelle immer regnet :-))


Kurz vor Las Vegas kamen wir an den Solaranlagen vorbei... die Landschaft ist so unaufregend langweilig, da freut man sich auch über so etwas und es ist doch schon mal gut, zu wissen, dass der Amerikaner wenigstens ein bisschen umweltfreundlichen Strom erzeugen kann und wenn nicht hier wo dann ;-)


Der Weg ist soooooooo weit, gut dass der Sohn mittlerweile sehr gut Autofahren kann, da kann man ein bisschen neben dran schlafen :-)


20 Minuten vor Vegas sind die "Seven Magic Mountains", das sind bunte Felssteine, die ein Schweizer Künstler mitten in die Mojave Wüste gebaut hat, um der Welt zu zeigen, dass die künstliche Welt in Las Vegas, mitten in der Wüste auch kritisch zu sehen ist.
Aber ich bezweifel, dass die ganzen Leute, die dorthin gefahren sind, sich nur ansatzweise Gedanken machen, wie der Strom, das Wasser etc. in die Wüste kommen....


Wir checkten schnell in unserem Hotel ein, ruhten uns kurz aus und fuhren dann ein bisschen den Strip hoch und runter. Das Hofbräuhaus ist schon irgendwie skurill hier, drinnen waren wir noch nie:


Vollgepackt mit allem Fotoequipment wollten wir noch einmal zum Sonnenuntergang zu den "Seven Magic Mountains":


Der Sohn hat (noch) die bessere Handykamera:



Immer schön farblich zum Fotomotiv anziehen, so zwecks Tarnung und so ;-)


Motiv:


Ergebnis:


Die "große" Kamera hat einen feinen Zoom, fast Vollmond:


Aber auch mit dem Handy sieht man ihn, wenn man genau hinschaut:


Im Hintergrund hört man nicht idyllisches Grillenzirpen oder Klapperschlangengerassel, wie man es in der Wüste erwarten würde... Nein, hier hört man Gewehr- und Pistolenfeuer, hier darf man nämlich legal einfach so rumballern aufreg

Fast vergessen, der Mann hat ja Geburtstag, also musste ein gescheites Abendessen her, Mexikanisch wünschte er sich und der Mexikaner hier war gar nicht mal so schlecht, wobei wir den in Bakersfield immer noch am besten finden:


Nach einer kurzen Nacht fuhren wir zum Valley of Fire, dies ist der älteste State Park Nevadas und bisher hatten wir nie Zeit, diesen zu besuchen.


Schon früh morgens war es warm....wir entschlossen uns erstmal zum Welcome Center zu fahren, um uns zu orientieren:


Prima zur Begrüßung sahen wir gleichmal ein Warnschild
"zum wandern wird heute dringenst abgeraten"
man solle "große Mengen Wasser trinken"
okay, an letzteres halten wir uns, aber wandern werden wir trotzdem gehen, wir haben ja nur den heutigen Tag den wir nutzen können:


Auf geht's, Sonnencreme drauf, Wasserflaschen mit eisig kaltem Wasser dank mitgenommener Kühlbox befüllt und ab geht unsere Wanderung zur Welle, aber dann schon wieder ein Warnschild, so langsam nervts.....


Die Geckos, die hier leben, fühlen sich schon mal wohl, so schlimm kann es also nicht sein:


Bisher halten wir die Hitze gut aus, dank der paar Schleierwolken:


Unser Ziel war die Wave, also ein Sandsteingebilde das wellenartig durch die verschiedenen Ablagerungen entstanden ist. Der Weg zieht sich langsam aber sicher....


Aber irgendwie sieht die Landschaft immer wieder anders aus, nur Schatten ist weit und breit nicht zusehen...



Hurra, wir haben unser Ziel erreicht:






Na, wer findet mich ;-)
Es ist schon wahnsinnig weitläufig hier und die Bildern können die Weite nicht wiedergeben:


Die Sonne brannte vom Himmel, das kann man sich nicht vorstellen.
Gott sei Dank fanden wir einen klitzekleinen Felsvorsprung, in den wir uns zu viert reinquetschen konnten:

okay zu fünft, den dieser kleine Gecko war es auch leid, in der Sonne zu braten ;-)


Rückweg bei gefühlten 50 Grad, ich würde fast behaupten, Siedepunkt 100 Grad....


Der große Sohn war etwas schneller auf dem Rückweg und kühlte uns das Auto schon auf Tiefkühlschrank runter, was für eine Wohltat!!!
Schatten, kaltes Auto, Wasser, was brauch man mehr ;-)


So ein State Park ist eigentlich eine prima Erfindung der Natur, man kann vom Auto aus schon einige Dinge entdecken und nachdem der Mann mittlerweile eine grandiose Reaktion auf mein "STOOOOOP!!! HAAAALT!!!" entwickelt hat und eine Vollbremsung hinlegt. Konnte ich dank meiner Superduper-Kamera ein ganz tolles Bild machen, aber hier erstmal ein Bild mit dem Handy:


Na, gefunden auf dem oberen Bild? Ein Steinbock, und da soll noch Einer sagen ich brauche eine Brille ;-)
Dank sechzehn-fachem optischen Zoom konnte ich ihn für den Brillenträger unter uns nahe genug ranholen, das er ihn auch erkennen konnte :-)


Langsam wurde es Mittag und wir fuhren am anderem Parkeingang wieder raus, auf dem Weg lagen die "Bienenkörbe" hübsch anzusehen aber die Mittagshitze ist außerhalb des Autos unerträglich



Mitten in der Pampa parkte ein Auto am Straßenrand, dank unseres Südafrikaurlaubs wissen wir, man muss anhalten, da gibt es was zu sehen und siehe da:

Wildpferde!!! Noch nie bisher gesehen:


Auf dem Weg zu unserem nächsten Stopp ging es am Lake Mead entlang, das ist der Stausee vor dem Hoover Dam:



DA lacht das Männerherz. Endlich haben sie es erreicht, was Frau gähnend langweilig findet, finden meine drei Männer unsagbar spannend: Den Hoover Dam!
Dreimal kam ich bisher um einen Besuch herum mit der Ausrede keine Zeit, zu weit weg, bestimmt viiiiel zu voll im Sommer.... diesmal kam ich nicht drumrum und außerdem hatte der Mann gestern Geburtstag....





Ohgott, wie aufregend augenroll aber ICH hatte auch Glück, wir fanden keinen Parkplatz und so setzte ich die Männer auf dem Staudamm ab und ich fuhr immer wieder über die Staatsgrenze.
Der Hoover Dam verbindet nämlich Arizona und Nevada und liegt damit auch auf zwei Zeitzonen.
Jawoll, sogar ich hab was gelernt bei diesem Ausflug, er beliefert ganz Südkalifornien mit Strom und Wasser, ist ca. 80 Jahre alt und für viele (meist männliche) Touristen ein wunderbares Ausflugsziel.
Ich fuhr also die Strasse hoch und runter und siehe da, es gab einen Parkplatz und dann doch noch was Interessantes, der Amerikaner wirft eigentlich in jeden Brunnen, den er so findet ein paar Pennies rein, scheinbar auch in den Stausee, nur treffsicher ist er nicht ;-)


Ein nettes Ausflugsziel ist es, es gibt sogar spezielle Führungen durch das Kraftwerk des Damms:



Aber leider, leider drängt die Zeit wir müssen weiter ;-)
Wir wollten doch noch Las Vegas unsicher machen und endlich mal was Essen.....

Das ist das Luxor Casino, links daneben erkennt man es schon:

Das Mandala Bay, von hier aus wurden fast genau einen Monat später von einem Vollidioten 59 Menschen auf widerwärtigste weise erschossen und 500 verletzt.
Die Amerikaner und ihre Liebe zu Waffen werden wir als Europäer wohl nie wirklich verstehen. Nach diesem Attentat wurde sogar etwas mehr Zustimmung zu einem verschärften Waffenrecht laut, aber die Waffenlobby wird es bestimmt wieder zu verhindern wissen.


Welcome to Vegas das steht am Eingang, oder Ausgang wie immer man es sehen mag ;-)

New York, in echt noch viel schöner:


Wir wollten diesmal im alten Teil von Vegas etwas Zeit verbringen, dazu gehört auch der etwas neuere Downtown-Container-Park.
Der Trend Liebesschlösser irgendwo anzuhängen ist wohl bis hierher gekommen ;-)


Im Dunkeln war dieses Skulptur ganz nett beleuchtet, sie stammt von dem Burning Man Festival das einmal im Jahr in der Wüste von Nevada stattfindet:


Down Town Las Vegas oder auch Fremont Street:

Innen laut, stickig, überall riecht es nach Cannabis, das vor kurzem in Nevada legalisiert wurde:

Wenn man genau hinschaut, erkennt man auf dem Foto eine Zipline, an der man von einem Turm aus wie Superman über die ganze Halle fliegt.

Man sieht hier ganz wunderbar was passiert, wenn es mit dem Glücksspiel nicht wirklich so läuft wie gewünscht....man macht sich nackig, sex sells ;-)

Insgesamt nicht so unser Ding :-) .

Bye, bye, wir gehen lieber auf den Strip, old Las Vegas mögen wir immer noch nicht:


Es riecht nicht nur, nein man(n) kann es auch überall in Dispensaries erwerben....


Über den Strip mussten die Männer alleine gehen, ich war hundemüde und Nachts um drei muss Frau auch nicht mehr herumgeistern.

Am nächsten Morgen ging es leider wieder zurück und leider wollten unendlich viele andere Leute auch nach Hause.
Stau von Anfang bis Ende

Noch mehr Stau:


Dafür kamen wir in den Genuss eines wunderschönen Sonnenuntergangs:


Wir sind in drei Tagen über 2500 km in drei Bundesstaaten gefahren.
Schön wars!


  • Twitter
  • Facebook

Trackbacks

Keine Trackbacks

Kommentare

Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt

Noch keine Kommentare

Die Kommentarfunktion wurde vom Besitzer dieses Blogs in diesem Eintrag deaktiviert.

Kommentar schreiben

Umschließende Sterne heben ein Wort hervor (*wort*), per _wort_ kann ein Wort unterstrichen werden.
Standard-Text Smilies wie :-) und ;-) werden zu Bildern konvertiert.
Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.

Um maschinelle und automatische Übertragung von Spamkommentaren zu verhindern, bitte die Zeichenfolge im dargestellten Bild in der Eingabemaske eintragen. Nur wenn die Zeichenfolge richtig eingegeben wurde, kann der Kommentar angenommen werden. Bitte beachten Sie, dass Ihr Browser Cookies unterstützen muss, um dieses Verfahren anzuwenden.
CAPTCHA

Formular-Optionen