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Ausgerechnet Alaska - eine spontane Idee......

Weihnachtsferien waren angesagt, Lagerkoller bei der Mutter nach ein paar Tagen. Was Jungs Entspannen nennen, langweilt die Mutter nach ein paar Tagen. Schlecht gelauntes Familienoberhaupt ist garnicht gut, also musste eine Akivität gefunden werden. Urlaub ist da immer gut ;-)
Ich weiss gar nicht mehr, warum es ausgerechnet Alaska wurde. Klar war, wir wollen Schnee und nicht noch einmal Rocky Mountains oder Kalifornien. Für Kanada hätten wir ein kleines Vermögen ausgeben müssen.
Der große Sohn kam auf die Idee, Nordlichter sehen zu wollen, da blieb auf dem Amerikanischen Kontinent nur Alaska.
Zuerst wollten wir nach Anchorage, südlich am Meer gelegen, aber schnell wurde klar, das Wetter passt nicht für Polarlichter, da es wolkig für diese Region angesagt war.
Dann fand der Ehemann Flüge nach Fairbanks, das liegt im Landesinneren und es wurden eisige Temperaturen, dafür klares Wetter vorausgesagt.
Kurzerhand gebucht.
Am nächsten Tag haben wir erstmal versucht, hier im warmen Kalifornien wintertaugliche Klamotten zu bekommen. Gar nicht so einfach, wenn man drei Mitreisende hat, die auf großem Fuß leben. Wenn die Auswahl sowieso eher klein ist, dann darf man nicht erwarten, Schuhgrößen jenseits der 45 zu bekommen.

Am darauf folgenden Tag (27.12) ging es los, für sechs Tage hatten wir ordentlich Gepäck dabei:

Es ging über Seattle nach Fairbanks:
Flieger steht bereit:

Flugzeug enteisen haben wir auch schon lange nicht mehr erlebt:


Nachts finde ich es immer am schönsten zu fliegen:

Besonders praktisch, wenn die Fluggesellschaft Whatsapp kostenlos anbietet, und Deutschland gerade aufwacht :-)
So konnte ich den ganzen Flug über, immerhin sechs Stunden (Amerika ist einfach riesig) mit Deutschland kommunizieren:

Nach der Landung in Fairbanks machten wir als Erstes einen Wettercheck: kalt, sehr kalt, richtig kalt...und als wir rauskamen fror uns das erste Mal nach einem Einatmen die Nase zu, eine neue Erfahrung.
Schnee lag schonmal reichlich:


Das gute an dieser Jahreszeit ist, man kann herrlich lang schlafen.
Sonnenaufgang ist morgens um elf, Sonnenuntergang kurz nach drei Uhr Nachmittags. Selbst tagsüber steht die Sonne aber sehr niedrig und richtig hell ist es vielleicht eine Stunde.

Wir probierten aus, ob heisses Wasser auch schnell gefriert wie wir das von Youtube Videos kennen:


Unsere polartauglichen Klamotten testeten wir bei einer kleinen Wanderung:


Heute waren es "nur" -25 Grad, aber dank der Vermummung auzuhalten:


Menschenleer der Pionieer Park, warum nur?


Eingefrorene Flaggen gibts auch:


Die Brücke über den Chena River führte genau zu unserem Hotel:


Leider war es in der Nacht zu diesig und Nordlichter null zu sehen, schade aber es gibt ja noch mehr Nächte:


Bei diesen Temperaturen empfiehlt es sich, das Auto an den Strom zuhängen. Fast jedes Restaurant, Geschäft etc hat diese Stromversorgung für die Motorblock-Heizung:


Die Gegend ist wirklich traumhaft und bei einem perfektem Sonnenaufgang hat dieses Land sofort ein paar Pluspunkte mehr bei uns erreicht.
Okay, es ist kalt, das wussten wir vorher, lang draussen kann man bei solchen Temperaturen nicht bleiben, aber dafür gibt es ja Autos um viel vom Land zu sehen:


Von einem Skiberg in der Nähe hat man einen wunderschönen Ausblick



Ich mags hier:






Weiter geht die Entdeckungsfahrt:


Schnee hat es wirklich genügend:


Das sollte noch nicht der Höhepunkt sein:


Wem die Landschaft hier nicht gefällt, dem ist nicht zu helfen.
Die Strassen sind zum Teil alle zugefroren aber es lässt sich erstaunlicherweise gut darauf fahren. Nur wo viele Autos anfahren oder bremsen müssen ist es extrem glatt:


So sieht Alaska aus, lang gezogene Strassen:


Und Elch-Warnschilder. Wir warten noch drauf und hoffen, einen zusehen:


Der wird uns noch zum Verhängnis.

Daran dachten wir garnicht als wir uns für Fairbanks entschieden.
Nordlichter kann man am besten in der Zeit von Dezember bis März sehen, bei sternenklarer Nacht zu Neumond.
Tja, und dann stehen wir kurz vor Vollmond.....

Ca. 30 Autominuten entfernt gibt es ein Ort Namens North Pole, dieser kleine Ort hat ein "Santa Haus" eine Pilgerstätte für alle Touristen, ich glaub das Viele hier denken sie sind am wirklichen Nordpol.
Dabei ist der noch ca. 2700km entfernt:


Tja, dieses Bild spricht für diesen Ort, Asiaten fotografieren ALLES und sich lassen sie natürlich auch gerne ablichten ;-) Überhaupt war bis Silvester die Gegend eigentlich komplett in Asiatischer Hand, ob es in irgendeinem Reiseblog gerade hipp ist, nach Alaska zu reisen?


-30C nein immer noch der Höhepunkt (oder Tiefpunkt) ;-)


Aber die Nacht einigermassen klar, also auf, raus aus der "Stadt" und versuchen Nordlichter zu erwischen.
Die besten Spots hatten wir ausfindig gemacht, aber nicht daran gedacht das unsere Kamera Nachtaufnahmen nicht so wirklich mag.
Deswegen sind die ersten Aufnahmen auch etwas verschwommen:



Der Alaskaner ist und bleibt einfach auch ein Amerikaner und der vermarktet alles!
Ein Naturschauspiel ist nicht für alle gedacht und vom besten Berg aus soll man auch was zahlen, $30 Dollar wollten sie von uns pro Person, ähm nein, da fahren wir lieber woanders hin.
Ganz kurz stranden wir an der Strasse und zack, wurden wir von hinten mit starken Strahlern beleuchtet. Stehenbleiben ohne zu zahlen auch verboten.
Danke auch, gibt ja noch mehr Stellen wo man freien Blick hat, das Land ist ja gross:


Wenn der Tee morgens zu heiss ist, holt man sich ein paar Eiszapfen zum Getränk kühlen, ein wirklich praktisches Wetter:


Und nun wissen wir auch, warum in Amerika der "Drive Through" so beliebt und hier wirklich sinnvoll ist und es hat nicht einmal was mit "Faulheit" zu tun. Bei diesen Temperaturen wirklich extrem praktisch! Es gibt hier Drive Throughs für fast alles, Bankautomaten, Kaffee und Getränke, Essen sowieso, Medikamente oder sogar Eisläden:


Heutiges Ziel waren ein paar kleine Dörfchen, es gibt nicht Viel zu entdecken in der Gegend von Fairbanks:


Nenana ist ein klitzekleiner Ort, der eine Bahnstation hat.
Wir fragen uns, will man wirklich so abgeschieden und einsam leben?
Die Einheimischen die wir kennen lernen sind alle wirklich sehr freundlich und nett, womöglich weil sie selten Kontakt zu Anderen haben? Zusätzlich scheint hier die Zeit langsamer zu laufen, niemand ist gehetzt oder drängelt, stattdessen hat Jeder Zeit für einen kleinen Plausch.
Sie fischen gerne, jagen gerne und scheinbar lieben sie die Einsamkeit:



Ich mag das Land, auch wenn es sehr sehr einsam ist. Ein paar Tage kann man das aushalten ;-)


Kein Wunder, bei den Temperaturen ist wirklich Alles eingefroren:


Dieser See war auf einem kleinem Campingplatz und ich mein in der Ferne hat man ein paar Elchkämpfe gehört, der Mann meint zwar es war das Eis was unter ihm so geknackst hat, aber ich glaub nicht dran, dass das jemals wieder auftaut dort:


Auf der Rückfahrt endlich ELCHE.
Das erste war eine Mama Elchkuh mit ihrem Kalb und etwas später sahen wir noch eine zweite Elchkuh.
Leider keine mit Geweih, wie aus der Ikea Werbung.
Verfressene Viecher sind das und gar nicht so scheu, wie wir dachten. Später erzählte man uns das die riesigen Tiere zusätzlich auch noch dumm sind und angriffslustig. Naja, die die wir sahen waren einfach nur verfressen!


Rückweg:


Yeahhhhh! Heute haben wir sie gesehen, mit bloßem Auge. Fast vier Stunden sassen wir im Auto und konnten sie beobachten.
Die Nordlichter sind wirklich faszinierend. Was die Natur so alles kann.
Nur leider lassen sie sich für Laien schwierig fotografieren und die Temperaturen helfen auch nicht gerade dabei.
Irgendwann hatten wir es aber raus, Stativ aufbauen, Langzeitbelichtung und Selbstauslöser an, Iso Wert einstellen, auslösen und dann ist das Nordlicht wie von Geisterhand wieder weg. Also alles wieder von vorne....
ein paar Fotos haben wir aber geschafft:


Ein tolles Spektakel:


Höchsttemperatur, oder nennt man das Tiefstemperatur? Keine Ahnung Arschkalt!!!!


Für heute haben wir uns eine Schneemobil Tour gebucht.
Sowas sind wir Alle noch nie gefahren und es war genial, eigentlich schade, dass wir in Deutschland und hier in Kalifornien so wenig Möglichkeiten haben, so was zu fahren, sonst würde ich mir sofort so ein Schneemobil zulegen :-)
Wir wurden von zwei Alaskanern empfangen, die wirklich aus einer Alaska-Wildnis-Dokumentation hätten entspringen können: Rauschebart, Holzfällerhemd, Lodenlatzhose und dicke Boots, mitten im Wald in einer Blockhütte.
Sie klärten uns über diverse Sicherheitsvorkehrungen auf, gaben uns noch kältetauglichere Klamotten und rauf ging es auf die Snowmobile:


Das macht wirklich richtig Spass, es lenkt sich recht schwer aber herrlich so mitten in der Natur:


Wir wechselten uns zwischen drin ab, zumal der Fahrer auch eine Griffheizung hatte, was wirklich von Vorteil ist:


Traumhaft oder?


Zwei Stunden Fahrt waren wirklich kurz, aber auch grenzwertig der Kälte wegen. Schön wars, gerne öfters!!!

Fairbanks, hat gerade einmal 32.000 Einwohner und ist damit die zweitgrösste Stadt Alaskas. Viel gibts hier nicht, hauptsächlich Militär ist hier. Die kälteste Temperatur wurde hier mit minus 54,4C gemessen, kein Wunder, dass für Einheimische minus 32 Grad nichts besonderes ist ;-)
Die Kirche hier sieht so aus:


Das Elchgeweih Tor ist ein Hotspot hier:


Die Fahne von Alaska fanden wir sehr hübsch, es zeigt auf blauem Hintergrund das Sternbild des Grossen Bären:


Wegweiser:


Wir sahen uns heute mal das Eisangeln an, das machen wirklich viele Leute hier, die Zelte finde ich überaus praktisch. Um durch das meterdicke Eis zu kommen, benutzen Eisangler einen Bohrer:


Hartgesottene können das aber auch ohne Zelt:


Da hängt man dann seine Angel rein und wartet und wartet.....wir unterhielten uns mit einem Eisangler und er erzählte uns, dass er bis zu 70 Lachsforellen rauszieht an einem Tag:


Familien machen das auch:


Wenn man Fische fängt muss man sie auch töten und ausnehmen....jeder wie er mag:


Neben dem Fischen ist hier das Jagen auch ganz verbreitet, zum Üben gehen sie auf sogenannte Shooting Ranges, für uns ein ungewöhnlicher Anblick:


Wir beobachten einen älteren Herren, ich tippe auf Parkinson Erkrankung da er stark zitterte, wie er mit einer Handfeuer- Waffe fröhlich herumballerte.... nö dem möchte ich lieber nicht begegnen im Wald wenn er seine Waffe dabei hat!


Bei dem Wetter braucht man beim Radeln auch dickere Reifen, nur wer radelt hier freiwillig:


Auf dem Berg der Universität Alaskas wurde ein Silvester-Feuerwerk abgeschossen. Feuerwerk an sich ist hier von privat Personen verboten. Es fängt erfreulicherweise auch schon um 20:00 an, wodurch man gleichzeitig mit New York Sylvester feiert und früh ins Bett gehen darf.




Hallo 2018!!!
Wir freuen uns, was bringt wohl das neue Jahr?
Planen tun wir nix, ist eh selten hilfreich ;-)


An diesen Ausblick beim fahren könnte ich mich wirklich gewöhnen:



Häh??? Dinosaurier gibts hier? ;-)


Keinen gesehen, dafür den hier:


Gut das es verboten ist hier zu schiessen:


Alles eingefroren, sehr idyllisch:


Hundeschlitten hatten wir noch nicht erblickt bisher.
Man kann hier Touren buchen, aber nachdem ich nicht so der Hundefan bin, nahmen wir lieber davon Abstand:


Wir fuhren zu den Hot Springs, aber wie erwartet, war es wahnsinnig touristisch und überlaufen, aber ich kann immer Fotos machen das man denkt, man wäre in unberührter Natur ;-)


Da haben sie so viel Eis und Schnee und was macht der Amerikaner? Nimmt lieber ein Zelt, dahinter befindet sich ein Eismuseum, naja eher eine Eisbar, Zutritt erst ab 21 ;-)


Wir waren da, haben es uns angesehen, aber dort in dem Areal würde ich kein Urlaub machen, teure Unterkunft und mit hunderten Touristen in der kleinen Quelle hocken, nö Danke:




Briefkästen sind ja einer meiner Lieblingsmotive und so hübsch verschneit hab ich sie selten gesehen:


Und schwups saßen wir auch wieder im Flieger, viel zu schnell ging es rum.
Beim Landen ins San Francisco war das Wetter recht schlecht, dafür sahen wir von oben die Bay Bridge und die Golden Gate Bridge:


Wann wird wohl unser nächster Urlaub sein???
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