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Ahnenforschung mit Geek-Faktor - Der DNA-Test

Seine Herkunft auf Basis einer DNA-Probe zu ermitteln ist im Silicon Valley durchaus beliebt.
Zwei Firmen haben sich darauf spezialisiert, Otto Normalverbraucher seine Abstammung auf Basis einer Speichelprobe zu ermitteln. Damit treffen die Anbieter im geekigen Silicon Valley auf zahlungsbereite und experimentierfreudige Kundschaft. Prinzipiell lässt sich aus so einer DNA-Probe natürlich vieles herauslesen, was man vielleicht nicht mit der Welt oder einem kommerziellen Unternehmen teilen will, aber hier sieht man in solchen neuen Ideen eher ein spannendes Abenteuer. Immerhin hat hier Jeder auch einen Uber-, Essenslieferdienst-, Nextdoor-, Krankenversicherungs- und bei Singles auch einen Tinder-Zugang und versorgt die Datenkrake bereitwillig mit Informationen über Bewegungsprofile, Eß- und anderes Verhalten. Seine genetischen Abstammungs-Daten in einer Datenbank speichern zu lassen ist dann auch nur noch eine logische Konsequenz.
Immerhin bietet der Anbieter 23&Me an, lediglich Abstammungsdaten mit seiner Person zu verknüpfen und Gesundheitsdaten über Erbkrankheiten davon losgelöst oder auch gar nicht zu speichern. Der Firmenname der übersetzt "23 und ich" bedeutet, kommt von den 23 Chromosomen eines Menschen, ist also auch ein geek-lastiger Firmenname :-) .
Bei uns siegte auch die Neugierde über die Datenschutz-Bedenken und so hatten wir irgendwann zwei Boxen mit DNA-Speicheltest-Kits in der Post:


Das ganze ist sehr idiotensicher ausgelegt (schließlich soll ja jeder Besitzer einer Kreditkarte unabhängig seines Bildungsgrades solche Tests machen können).
Man spuckt also in das Röhrchen, durch Schließen des Deckels vermischt sich die Spucke mit einer Konservierungsflüssigkeit und so präpariert schickt man seine Probe im gelieferten Karton an ein Analyse-Labor.
Danach dauert es erst einmal ein paar Wochen, bis einem 23&me mitteilt, man könne jetzt in seiner Familien-Geschichte stöbern.
Die Zusammenfassung findet sich auf einer Weltkarte, wobei nach Aussage der Webseite jeder Mensch ein tausendstel Genmaterial aus Asien und Amerika in sich trägt:

Interessanter ist also für mich der Europäische Teil:

sensationell Neues erfährt man also nicht, insbesondere auch, weil die Datenbasis eines Amerikanischen Unternehmens natürlich auf die hiesigen Kunden ausgelegt ist. Es wurde allerdings angekündigt, dass im April eine weitere Aufteilung des "Französisch-Deutschen" Teils eingeführt werden soll und ich bin gespannt, wie dieser Teil dann für mich aussieht.
Zu den meisten Informationen kann man sich auch gleich die Wissenschaftliche Grundlage anlesen und Stunden damit verbringen, einen "Crash-Kurs" in Humangenetik zu machen. Eine interessante Grafik zeigt zum Beispiel, auf welchen der 23 Chromosomenpaare die "Muster" der verschiedenen Abstammungen vorkommen:

Eine witzige Funktion ist auch, seine bei 23&Me bekannte "Verwandtschaft" anzeigen zu lassen. Natürlich handelt es sich dabei um Mitmenschen, mit denen man genetische Merkmale gemeinsam hat. Wirkliche Familie findet man damit vermutlich eher nicht und selbst wenn, liegt die Verbindung fünf Generationen zurück:

Also eine nette Spielerei und vielleicht kommt es irgendwann auch mal als Trend nach Deutschland und bekommt dadurch eine bessere Datenbasis.
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